{"id":325,"date":"2026-05-26T14:10:26","date_gmt":"2026-05-26T12:10:26","guid":{"rendered":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/?p=325"},"modified":"2026-05-26T21:25:39","modified_gmt":"2026-05-26T19:25:39","slug":"vom-elsass-in-den-jura","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/vom-elsass-in-den-jura\/","title":{"rendered":"Vom Elsass in den Jura"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Wanderung vom Elsass in den tiefen Jura ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, aber auch streng. Am zweiten Tag denke ich mehrere Male daran abzubrechen. Ein Ziehen im rechten Knie ist schmerzhaft. Abhilfe bringt ein Besuch in der Apotheke in Delle. Zwei Tuben Arnika-Salbe und eine Knie-Bandage bringen Abhilfe. Die beiden letzten Tage wird es markant heiss, die Wanderung dem Doubs entlang daf\u00fcr landschaftlich sehr reizvoll.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-368 size-full\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_02.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1125\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_02.jpg 2000w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_02-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_02-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_02-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_02-1536x864.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/p>\n<h2>Tag 8: Els\u00e4ssische Gastfreundschaft<\/h2>\n<p>Die Anreise nach Hesingue gelingt am einfachsten vom Bahnhof Basel mit dem Tram Richtung St. Louis. Bei der ersten Station nach der Grenze, bei <span class=\"sbb-journey-header\" aria-hidden=\"true\"><span class=\"sbb-journey-header__destination\">St-Louis, Saint-Exup\u00e9ry umsteigen und dann im Bus bis nach Hesingue. Die Schwierigkeit beim L\u00f6sen des richtigen Tickts beim \u00dcberqueren der Grenzen will gelernt sein. Im Glauben, mal gelesen zu haben, dass es mit Schweizer GA m\u00f6glich sei, bis nach St. Louis zu fahren, l\u00f6se ich f\u00fcr die eine Station von der Grenze bis St-Louis, Saint-Exup\u00e9ry kein Ticket.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span class=\"sbb-journey-header\" aria-hidden=\"true\"><span class=\"sbb-journey-header__destination\">Prompt auf der Grenze besteigen vier Kontrolleure das Tram. Ich h\u00e4tte ein GA. Das sei nicht g\u00fcltig in Frankreich. Toll gemacht. Wegen einer Station eine Busse zu kriegen, f\u00e4ngt ja gut an heute. Mehr \u00e4rgere ich mich allerdings dar\u00fcber, den Bus zu verpassen. Ich stammle noch, dass ich geglaubt h\u00e4tte, das GA sei bis St. Louis g\u00fcltig, es sei ja ein Schweizer Tram.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span class=\"sbb-journey-header\" aria-hidden=\"true\"><span class=\"sbb-journey-header__destination\">Der Kontrolleur sieht es allerdings anders. Zum Gl\u00fcck kommt die Chef-Kontrolleurin dazu, die ihm sagt, doch in Frankreich sei das GA g\u00fcltig, einfach nicht in Deutschland. Gl\u00fcck gehabt, der Anschluss ist gerettet. Und wieder habe ich gelernt, die grenztechnischen Unterschiede k\u00f6nnen fast schon pefide sein. Das Schweizer Tram h\u00e4tte mich in Deutschland n\u00e4mlich eine saftige Busse gekostet.<\/span><\/span><\/p>\n<p>In Hesingue mache ich mich gleich auf den Weg. Nach wenigen Minuten bin ich komplett im Gr\u00fcnen unterwegs. W\u00e4re nicht ab und an ein Flugzeugbrummen, niemand ahnte, dass Basel nur ca. 10 Kilometer entfernt l\u00e4ge.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-334 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_01-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_01-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_01-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_01-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_01.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Waldpassage folgt ein kleines Dorf, danach ein Landstr\u00e4sschen ohne Verkehr. Es geht leicht hinauf, nicht der Rede wert, aber oben der Blick zur\u00fcck auf Basel ist erhaben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-333 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_02-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_02-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_02-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_02-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_02-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_02.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Ort heisst Knoeringue. Ich wandere auf der Rue de B\u00e2le, wobei darunter Basler Stoss steht. Gerne w\u00fcrde ich dem Els\u00e4ssischen lauschen, h\u00f6re aber \u00fcberall &#171;nur&#187; Franz\u00f6sisch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-332 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_03-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_03-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_03-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_03-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_03-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_03.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Leider besitzt Knoeringue keinen Laden, daf\u00fcr einen 24\/7-Pizza-Automaten. Obwohl hungrig, habe ich davon abgesehen, das Ger\u00e4t &#171;anzuwerfen&#187;. Einem angeklebten Blatt l\u00e4sst sich eine Telefonnummer ablesen.<\/p>\n<p>Wenn ich es richtig verstanden habe, k\u00f6nne dort Hilfe angefordert werden. Es scheint irgendwie so, dass der Automat mehr Kulisse den autonome Pizza-B\u00e4ckerei ist. Ob dem so ist, kann nicht gesagt werden, aber ein Test reizt mich unter dieser Pr\u00e4misse zu wenig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-331 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_04-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_04-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_04-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_04-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_04-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_04.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem Smartphone finde ich ein Restaurant. Es wird mir angezeigt &#171;\u00d6ffnet in 9 Minuten&#187;, doch da will ich hin. Es brennt ein Licht, die T\u00fcre ist offen, auch wenn das Restaurant um 11 Uhr leer ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-327 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_08-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_08-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_08-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_08-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_08-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_08.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Eine Frau schaut mich kurz an und fragt mich danach in gut verst\u00e4ndlichem Els\u00e4sser-Dialekt, was ich haben m\u00f6chte. Ich sei auf der Suche nach etwas Trinken, und essen w\u00fcrde ich auch etwas. Das Restaurant \u00f6ffne zwar erst um 12 Uhr. aber wenn es mich nicht st\u00f6re, dass sie auch gleich essen w\u00fcrden, dann k\u00f6nne ich gerne etwas bestellen.<\/p>\n<p>Wir kommen miteinander ins Gespr\u00e4ch und spontan frage ich nach, ob sie mir ein Interview geben k\u00f6nne, da sie Els\u00e4ssisch spreche. Sie sagt mir, doch gerne, aber ihre Schwester k\u00f6nne\/m\u00fcsse auch dabei sein, sie f\u00fchrten das Restaurant zusammen.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch erfahre ich, dass das Els\u00e4ssisch bei den Jungen einen schweren Stand habe. Aber immerhin, im Kindergarten werde es wieder unterrichtet. Isabel und Sandra f\u00fchren das Lokal in vierter Generatin. Ob ich Hansj\u00f6rg Schneider kenne, fragt mich Isabel. Dieser sei oft hier zu Besuch gewesen, er habe auch im Nachbardorf ein Haus gehabt. Es sei gar eine Szene (konkret ab Minute 40) aus &#171;Hunkeler macht Sachen&#187; hier gedreht worden.<\/p>\n<p>Wohl gen\u00e4hrt, sowohl in kultureller wie kulinarischer Art, mache ich mich auf den weiteren Weg. Und nein, ich w\u00e4re mit dem Pizza-Automaten denkbar schlecht gefahren, im Vergleich zum Restaurant au Chasseur in Knoeringue. An Isabel und Sandra herzlichen Dank f\u00fcr das interessante Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Gespeist habe ich im \u00fcbrigen auch sehr feudal. W\u00e4hrschafte Brot-Suppe, grosse Salatkreation und feinste Bratkartoffeln, ich bin auch ohne Fleisch restlos zufrieden und sehr gut verk\u00f6stigt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-330 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_05-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_05-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_05-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_05-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_05-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_05.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es folgt eine lange Gerade, erst mit Asphalt, sp\u00e4ter ohne Asphalt, aber trocken und steinig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-329 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_06-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_06-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_06-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_06-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_06-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_06.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Irgendwann biegt der Weg nach links ab, es geht endlos durch die Landschaft. Es ist ein Eintauchen in eine so ganz andere Weite, eine Dimension, welche die Schweiz nicht kennt, die aber gleich hinter Basel beginnt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-328 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_07-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_07-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_07-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_07-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_07-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et08_07.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es geht \u00fcber viele grasige und nasse Pfade. Mit einem leichten Regen &#171;lande&#187; ich am Ende des Tages im Weiler Niederlarg, in der Gemeinde Mooslargue. Sch\u00f6ner kann das zweisprachige Els\u00e4ss nicht vorgestellt werden.<\/p>\n<p>Der Weiler zu klein f\u00fcr die Frankophonisierung, die Gemeinde zu gross, um es nicht zu tun, aber eben auch nicht allumfassend im Gesamten. \u00dcbersetzt hiesse Mooslargue wohl weites Riedland. Und genau so f\u00fchlt es sich an.<\/p>\n<p>Hier eine Unterkunft zu finden, ist nicht einfach. Das Golf &amp; Horse Resort scheint in dieser Gegend die einzige \u00dcbernachtungsmg\u00f6glichkeit weit und breit zu sein. Im Ressort selber gibt es kein Restaurant. Ich k\u00f6nne es im ca. 500 Meter entfernten Golfclub versuchen, auf Anfrage k\u00f6nne dort gespiesen werden.<\/p>\n<p>Ich bin m\u00fcde, zu m\u00fcde, um zu Fuss das Restaurant inmitten der weitl\u00e4ufigen Anlage zum Essen aufzusuchen. Ich begn\u00fcge mich mit dem Automaten an der Rezeption. Etwas zu Knabbern h\u00e4tte es gegeben. Beim &#171;Einchecken&#187; kaufte ich nur Getr\u00e4nke und danach war mir selbst der Weg zur Knaberbox zu beschwerlich. Oder anders herum gesagt, bin ich einfach m\u00fcde mit gestreckten Beinen eingeschlafen.<\/p>\n<h2>Tag 9: Mit Schmerzen zur Pharmacie<\/h2>\n<p>Fr\u00fch am Morgen mache ich mich auf den Weg. Es geht durch matschige Wege, ehe ich nach Pfefferhausen das Elsass endg\u00fcltig verlasse. Im Departement Belfort gibt es keine els\u00e4ssischen Bezeichnungen mehr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-341 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_01-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_01-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_01-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_01-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_01.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin m\u00fcde, im rechten Bein versp\u00fcre ich ein schmerzhaftes Ziehen. Zeit f\u00fcr eine Pause denke ich. Der Versuch, die Drohne ab Boden zu starten, scheitert. Es l\u00e4sst sich kein ebener Startplatz finden. Ich setze mich hin und starte ab Hand. Klappt wunderbar, bis das Teil oberhalb von mir im Baum verf\u00e4ngt. M\u00fcde wie ich bin, habe ich nicht mitgekriegt, dass ich mich unter einen Baum gesetzt habe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-378 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/drohne-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/drohne-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/drohne-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/drohne-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/drohne-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/drohne.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nun h\u00e4ngt sie da am Baum, in etwa sechs Meter H\u00f6he. Aus \u00c4sten baue ich eine &#171;Fangzange&#187;. Mit zwei \u00c4sten und einem Wanderstock zur Stange gebunden, gelingt das Kundst\u00fcck, das Teil auf den Boden zu holen. M\u00fcde wie ich bin, bemerke ich aber nicht, dass ein Propeller zum Teil abgebrochen ist.<\/p>\n<p>So starte ich erneut (diesmal frei stehend). Aufgrund des defekten Propellers surrt das Teil unkontrolliert zum Bau und verf\u00e4ngt erneut, diesmal wohl in f\u00fcnf Metern. Die Stange hatte ich zuvor (leider) bereits abgebaut. Also erneut Stangenbau, Sch\u00fctteln und Einfangen.<\/p>\n<p>Gute eineinhalb Stunden besch\u00e4ftigt mich die &#171;Bergung&#187;. Die Ersatzpropeller hab ich leider nicht dabei, womit das Drohnenabenteuer f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage erledigt ist. Immerhin, die Knieschmerzen waren w\u00e4hrend dieser Zeit &#171;entschwunden&#187;. Auf der n\u00e4chsten Landstrasse sind sie aber leider schnell wieder da.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-340 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_02-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_02-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_02-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_02-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_02-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_02.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Dorf treffe ich, nun ganz ohne deutsch klingende Strassenschilder, erneut auf sch\u00f6ne Riegelh\u00e4user. Ein Mann fragt mich, ob ich bis nach Santiago laufen wolle. Meine Gedankens sind beim schmerzenden Knie bzw. einem \u00dcbungsabbruch. Ich stammle etwas in schlechtem Franz\u00f6sisch, dass ich nach Delle wolle.<\/p>\n<p>Da ich weder mit Pilgerstock noch mit Jakobs-Muschel unterwegs bin, frage ich mich, warum er mich nach Santiago fragte.\u00a0Kurze Zeit sp\u00e4ter finde ich Schilder, dass ich auf dem Jakobsweg bin, der Weg f\u00fchrte in der Tat bis nach Santjago.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-339 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_03-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_03-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_03-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_03-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_03-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_03.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Trotzdem, mein einziges Ziel heute in meinem Kopf lautet Delle. Dort gibt es zwei M\u00f6glichkeiten. Abbruch der Tour oder Besuch in der Apotheke, so eine Arnika-Salbe, dies w\u00fcrde vielleicht helfen, denke ich mir.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-338 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_04-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_04-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_04-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_04-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_04-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_04.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Kurze Zeit danach bin ich einmal mehr nahe an der Schweizer Grenze. Der Durchgang sei verboten. Ich will auch gar nicht zur\u00fcck in die Schweiz, das Grenzst\u00e4dtchen Delle reicht mir zur Gen\u00fcge. Eigentlich verl\u00e4uft mein Weg bis nach Delle fast ganz im Wald. Irgendwann gelange ich aber zu einer Waldlichtung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-372 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/grenze2-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/grenze2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/grenze2-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/grenze2-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/grenze2-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/grenze2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Da war ich doch schon mal. Genau, im Jahre 2020 wanderte ich zusammen mit der Familie von Boncourt nach Chiasso. Im Hintergrund klein ist der Turm des Mont Renaud zu erkennen. Unsere Reise f\u00fchrte damals quer durch die Schweiz zum s\u00fcdlichstren Punkt der Schweiz. Und auch 2026 soll es ebenfalls dorthin gehen, diesmal einfach aussen herum.<\/p>\n<p>Dieses kleine Rendez-vouz begl\u00fcckt mich, auch wenn ich nun vor drei Optionen stehe: a) Ich laufe in der Schweiz bis nach Delle (k\u00fcrzester Weg), b) ich wandere zur\u00fcck (ein Plus von ca. 2 Kilometern) oder c) es geht durch das Geb\u00fcsch zur\u00fcck zum Weg. Ich entscheide mich f\u00fcr Variante c). Ich watschle durch das Unterholz, steil ist es und rutschig zugleich auch. Mehr als einmal lande ich auf dem Boden. Schmerzhaft ist es nicht, dreckig und nass derweil schon.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-337 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_05-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_05-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_05-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_05-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_05-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_05.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Erst gegen 12 Uhr bin ich in Delle. Die Apotheke hat ge\u00f6ffnet. Zwei Tuben Arnika und eine Kniebandage g\u00f6nne ich mir. Kostet 50.05 an Euro. Die letzten 5 Cents sind geschenkt. Vor der T\u00fcre setzte ich mich hin und reibe die Salbe ein, danach die Bandage auf das Knie. Ich stehe auf, und ja, die Schmerzen sind weg. Gl\u00fccklich wandere ich los, der Tag bzw. die Tour ist gerettet. Etwa 100 Meter sp\u00e4ter bemerke ich, dass ich die St\u00f6cke in der Apotheke liegen liess. Wie m\u00fcde muss ich sein, dass gar die St\u00f6cke liegen lasse?<\/p>\n<p>Also zur\u00fcck, St\u00f6cke &#171;fassen&#187; und weiter geht es. Zum Gl\u00fcck bleibt es dabei, auch mit St\u00f6cken, ich wandere ohne Schmerzen. Hungrig bin ich. Nur scheint Delle wie ausgestorben. Viele Gesch\u00e4fte sind geschlossen. Nicht einfach f\u00fcr heute, sondern wohl f\u00fcr l\u00e4nger oder gar immer. Auch bei den Restaurants sieht es nicht so aus, als w\u00fcrden G\u00e4ste erwartet. Die Rettung besteht in einer Imbissbude. Es gibt eine Pizza nach franz\u00f6sischer Art. Sehr viel K\u00e4se mit sehr wenig Tomatensauce. Mit viel Appetit kein Problem.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-336 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_06-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_06-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_06-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_06-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_06-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_06.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Von meinen 39 Kilometern habe ich in Delle erst 18 erlaufen. Mit vollem Bauch und nach bestem Wissen &#171;\u00e4rztlich&#187; versorgt, wandere ich gut gelaunt zun\u00e4chst einer Landstrasse, sp\u00e4ter auf freiem Feld durch die Gegend. Es geht schmerzlos in die ersten Jura-H\u00fcgel.<\/p>\n<p>Die Anstiege werden l\u00e4nger und steiler, aber das k\u00fcmmert mich nicht. Ich freue mich daran, einfach weiterlaufen zu k\u00f6nnen, ja zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-335 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_07-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_07-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_07-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_07-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_07-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et09_07.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nach gut zwei Stunden erreiche ich Abb\u00e9villers, 30 der 39 Kilometer f\u00fcr heute sind geschafft. Es geht nun stetig hinauf nach Blamont, meinem Tagesziel. Leider finde ich die direkte Abk\u00fcrzung zum Ort nicht. \u00dcber eine weite Schleife geht es auf schlechtem Weg steil hinauf. Oben angekommen finde ich einen Ort vor, wo zumindest eine Bar ge\u00f6ffnet hat. Wo ich hier einkaufen k\u00f6nne, frage ich.<\/p>\n<p>Ah, das sei ausserhalb des Ortes, \u00fcber den H\u00fcgel. Und so werden es f\u00fcr heute aus den geplanten 39 Kilometer am Ende deren 42. Im Supermarkt kaufe ich wie wild ein. Der Tag ist gerettet. Mit schwerem Gep\u00e4ck, aber nicht ohne Stolz ob der &#171;Beute&#187; laufe ich zur\u00fcck zu meiner Ferienwohnung. Ein langer Tag war es. Die F\u00fcsse sp\u00fcre ich am Ende dann doch wieder, aber es ist nicht mehr dieser stechende Schmerz im Knie und die Arnika-Salbe tut meinen F\u00fcssen wohlig gut.<\/p>\n<h2>Tag 10: Lange H\u00fcgel bis zum Doubs<\/h2>\n<p>Bereits vor sieben Uhr bin ich wieder auf den Beinen. Es geht hinunter zum angestammten Weg. Es folgt darauf ein erster Aufstieg. Oben angekommen, in Villars-l\u00e8s-Blamont, treffe ich auf einen grossz\u00fcgigen Brunnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-350 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_01-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_01-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_01-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_01-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_01.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ein Bus f\u00e4hrt an mir vorbei, ein kleines Zeichen von Zivilisation, dies immerhin. Es geht weiter hinauf. ich bin nun auf \u00fcber 700 Metern angelangt. Das Gitter zum Weg \u00fcber die Weide l\u00e4sst sich nicht \u00f6ffnen, ich muss unten durch klettern. Ich bef\u00fcrchte eine Horde wilder K\u00fche. Diese aber bleiben friedlich. Der Hund darauf weniger, aber zwei lange St\u00f6cke, es bleibt bei gen\u00fcgend Abstand.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-349 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_02-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_02-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_02-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_02-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_02-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_02.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es folgt ein sch\u00f6ner Weg hinunter zum Doubs. Am Ende wird es aber garstig steil, und das Knie meldet sich erneut. Nicht wahnsinnig, aber doch sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-348 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_03-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_03-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_03-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_03-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_03-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_03.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin daher nicht traurig, als es unten beim Doubs gleich wieder in die H\u00f6he geht. Der Anstieg ist steil und will verdient sein. Fast 600 Meter geht es in die H\u00f6he.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-347 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_04-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_04-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_04-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_04-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_04-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_04.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Unterwegs geht es durch Courtefontaine. Ein sch\u00f6ner Ort. Mittags kurz vor zw\u00f6lf Uhr treffe ich eine Schar Kinder an, welche die allumfassende Stille des Ortes mit Leben erweckt. Gleich nebenan steht der Schulbus bereit, um die &#171;Meute&#187; wohl sp\u00e4ter auf die Weiler zu verteilen. Gem\u00e4ss Karte gibt es ein Restaurant &#171;Chez Papa&#187;, das aber nur von Donnerstag bis Sonntag ein paar Stunden ge\u00f6ffnet hat. Die Abgeschiedenheit ist hier enorm. Fast schon als Sensation kann angef\u00fcgt werden, ich treffe seit Basel erstmals auf drei Wandernasen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-346 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_05-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_05-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_05-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_05-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_05-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_05.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Das R\u00e4tsel wird kurz danach aufgel\u00f6st, ich bin auf dem GR5 gelandet, jenem europ\u00e4ischen Fernwanderweg, der von den Niederlanden bis nach Nizza f\u00fchrt. Vom Genfersee bis nach Nizza bin ich letztes Jahr gelaufen, in diesem Sinn ist es ein erfreutes Wiedersehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-345 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_06-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_06-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_06-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_06-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_06-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_06.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>\u00dcber eine Krete bzw. H\u00fcgelkamm, einem stetigen Auf und Ab geht es zu meinem Tagesziel, dem Ort Charmauvillers. Im Prinzip h\u00e4tte ich auch direkt hinunter zum Doubs \u00fcber Gaumois oder \u00fcber Damprichard wandern k\u00f6nnen. Da ich in beiden Orten aber keine passende Unterkunft (mehr) fand, wurde es Charmauvillers.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-344 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_07-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_07-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_07-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_07-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_07-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_07.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Unterwegs gibt es viel Landwirtschaft, satte Wiesen. K\u00fche in einer Zahl, als w\u00e4re ich ganz bestimmt in der Schweiz und sch\u00f6ne alte Jura-H\u00e4user, als w\u00e4re ich noch bestimmter und ganz gewiss in der Schweiz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-343 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_08-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_08-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_08-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_08-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_08-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_08.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Auf hartem Pflaster holt mich die Realit\u00e4t in Charmauvillers ein. Ich k\u00f6nnte ein x-faches an H\u00e4usern kaufen denn dass ich einen Laden oder ein Restaurant finden w\u00fcrde. Einzig einen Automaten f\u00fcr K\u00e4se, Milch und Butter gibt es bei der lokalen K\u00e4serei. Riesige Tanks, wohl f\u00fcr die Milch ergeben eine fast schon apokalyptische Szenerie.\u00a0Ansonsten ist da nichts bzw. eben genau eine Ferienwohnung, die frei ist.<\/p>\n<p>Das Appartement ist reichlich ausgestattet. Neben dem Whirlpool, in dem ich gef\u00fchlte Stunden im Sprudelbad meine Muskeln entspannte, h\u00e4tte es auch eine Sauna gegeben, doch bei Aussentemperaturen \u00fcber 30 Grad versp\u00fcre ich keine Lust auf einen zus\u00e4tzlichen Schwitzofen. In Erinnerung bleibt mir ferner, der &#171;Pool&#187; l\u00e4sst sich nur abschalten, indem beim Sicherungskasten der Kippschalter auf Aus gedr\u00fcckt wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-342 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_09-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_09-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_09-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_09-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_09-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et10_09.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Der Vermieter bringt mir eine Flasche Wasser und auch ein Bier. Das Morgenessen hole er beim B\u00e4cker. Wenn ich es sprachlich verstanden habe, so sei das nicht vor &#8218;Six heures et demie&#8216; (6 Uhr 30) m\u00f6glich.<\/p>\n<h2>Tag 11: Hungrig und durstig dem Doubs entlang<\/h2>\n<p>Das Morgenessen habe ich verpasst, denn selbst nach sieben Uhr finde ich keinen vereinbarten Fr\u00fchst\u00fcckskorb vor der T\u00fcre. Ebenso sehe ich, dass die beiden Autos des Vermieters auf dem Parkplatz stehen. Weiter zu warten erscheint mir wenig sinnvoll. F\u00fcr den Nachmittag sind \u00fcber 30 Grad angesagt, und vor mir stehen erneut fast 40 Kilometer Fussmarsch.<\/p>\n<p>Die L\u00e4nge der Etappe ist dem geschuldet, dass ich dazwischen keine freie Unterkunft auf der franz\u00f6sischen Seite fand. So mache ich mich denn um viertel nach Sieben auf den Weg. Es geht hinunter zum Doubs. Der Abstieg ist zuweilen steil und gar steinig bis felsig. Heute zum Gl\u00fcck versp\u00fcre ich auch beim Abstieg kein Ziehen mehr im Knie, Arnika sei Tausend Dank!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-359 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_01-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_01-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_01-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_01-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_01.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich wandere ganz alleine. keine Seele ist heute unterwegs. Daf\u00fcr schnattern \u00fcberall Enten und auch die V\u00f6gel zwitschern die Botschaft entgegen, es wird ein sch\u00f6ner Tag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-358 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_02-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_02-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_02-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_02-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_02-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_02.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es geht immer leicht aufw\u00e4rts dem Fluss entlang entlang hinauf. Die Einsamkeit in dieser tiefen Schlucht ist immens. Kurz treffe ich auf ein Str\u00e4sschen, ein zwei Autos tuckern an mir vorbei, aber sonst, es ist dies eine mystische Natur.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-381 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/leiter-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/leiter-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/leiter-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/leiter-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/leiter-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/leiter.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nach etwa einer Stunde erreiche ich den Lac du Biofond. Der gestaute See begleitet mich eine weitere Stunde, einmal geht es \u00fcber eine fast senkrechte Eisenleiter \u00fcber einen Felsen in die H\u00f6he. Wer nicht schwindelfrei ist, leidet wohl.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-357 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_03-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_03-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_03-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_03-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_03-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_03.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Zivilisation gibt es fast keine. Aus der Ferne heulen ein paar Motors\u00e4gen, aber ansonsten scheint da wirklich niemand zu sein. Am Ende des Sees gibt es auf der Schweizer Seite ein paar H\u00e4user, ein Restaurant scheint nicht darunter zu sein. Eine schmale Br\u00fccke f\u00fchrte in die Schweiz, aber ohne Aussicht auf Nachschub, die Liebe zur Schweiz hat zuweilen enge Grenzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-356 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_04-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_04-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_04-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_04-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_04-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_04.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Flussabw\u00e4rts gibt es nach zwei weiteren Kilometern eine weitere Br\u00fccke in die Schweiz. Dort gibt es gar eine Postautohaltestelle (Kurs am Morgen und am Abend) und eine Herberge mit dem treffenden Namen &#171;La Chambre des randonneurs&#187;.<\/p>\n<p>Auf der franz\u00f6sischen Seite finde ich w\u00e4hrend ca. 20 Kilometern genau ein bewohntes Haus. Dort erhalte ich von einer \u00e4lteren Frau Wasser. Sie f\u00fcgt noch an, es gebe hier am Doubs nichts, auch keine Brunnen. Einzig zwei Kilometer weiter flussabw\u00e4rts, dort gebe es eine Wasserstelle.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-355 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_05-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_05-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_05-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_05-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_05-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_05.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Dieses &#171;Manko&#187; an Zivilisation steht im satten Kontrapunkt zu einer Landschaft, die unendlich viel Genuss bietet. Nur ist der Weg zuweilen etwas arg gespickt mit Steinen. Bei der Wasserstelle angekommen, gibt es eine kleine H\u00fctte (kann als Biwak genutzt werden), eben die Wasserstelle und einen Tisch.<\/p>\n<p>Ich treffe auf Pasquale. Sie wandert von Touluse bis nach Strassburg und sp\u00e4ter im Jahr wolle sie durch die Pyren\u00e4en wandern. Ich h\u00e4tte mich gerne weiter unterhalten, aber mir steht noch ein langer Weg bis nach Morteau bevor. Pasquale meint, ich k\u00f6nne ja auch im Ort davor \u00fcbernachten. Etwas schwierig halt, wenn das Zimmer in Morteau bereits reserviert ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-354 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_06-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_06-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_06-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_06-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_06-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_06.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Wiederholt treffe ich auf die kleinen Schutzh\u00fcttchen. Und wiederholt muss ich aufpassen, dass die bolligen Steine auf dem Weg mich nicht zu Boden bringen. Etwa zwei Kilometer vor der Staumauer des Lac des Brenets geht es steil in die H\u00f6he. Ich schwitze. Durst und Hunger plagen mich leidlich.<\/p>\n<p>Im Weiler Le Pissoux frage ich erneut nach Wasser. Eine gute Wahl, denn oben auf der Anh\u00f6he ist zwar der Blick allumfassend, aber die Sonne brennt mit voller Wucht auf das Landstr\u00e4sschen. Schaten gibt es auch keinen mehr, ohne gen\u00fcgned Wasser w\u00e4re der Marsch schon fast ein eher gef\u00e4hrliches Unterfangen.<\/p>\n<p>Aber auch gen\u00fcgend Wasser t\u00e4uscht den Magen nicht dar\u00fcber hinweg, dass er nunmehr seit ca. 30 Kilometer auf Nachschub wartet. Ich laufe an einem Haus vorbei. Dezent geht geschrieben &#8218;Restaurant Belvedere&#8216;. So dezent im \u00fcbrigen, dass ich die Frau im Garten nicht st\u00f6ren wage.<\/p>\n<p>Offensichtlich ist, die Einkehr gibt es l\u00e4ngst nicht mehr, es wird da sehr feudal privatisiert. Und es w\u00e4re von daher auch unangemessen, offen hinter die grasgr\u00fcn sattgepflege Hecke einen knurrenden Magen anzumelden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-353 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_07-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_07-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_07-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_07-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_07-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_07.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Mehr Gl\u00fcck habe ich einige Kilometer sp\u00e4ter bei Les Cal\u00e8ches du Saut du Doubs. Vor dem \u00fcppigen Lokal stehen grosse Planwagen. Sp\u00e4ter lese ich im Netz, dass die Fahren grenz\u00fcberschreitend seien.<\/p>\n<p>Im Lokal erwartet eine rustikale Ambiente. Ausser einer Frau an der Theke ist niemand da. Im Prinzip sei die K\u00fcche nicht ge\u00f6ffnet, f\u00fcr ein feines K\u00e4sepl\u00e4ttchen reicht es aber dennoch. Der Abstieg nach Morteau ist gerettet.<\/p>\n<p>Unten im Tal das volle Programm an Zivilisation. Die Diskrepanz zur morgendlichen Abgeschiedenheit ist immens. Schon beim Ortseingang gibt es s\u00e4mltiche mir bekannten Imbiss-Ketten und die entsprechenden Super-Markets ebenso.<\/p>\n<p>Zum Hotel f\u00fchrt mich der Weg \u00fcber eine kleine Anh\u00f6he. Ich bin schon versucht, mich \u00fcber die paar H\u00f6henmeter zu \u00e4rgern, ehe ich auf ein stattliches altes Fabrikgeb\u00e4ude treffe. Chocolatier Klaus steht da geschrieben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-352 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_08-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_08-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_08-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_08-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_08-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_08.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich trete in den Fabrikladen ein, mein Herz ist hocherfreut. Einmal ist da dieser krasse Gegensatz, dass ich fast den ganzen Tag (prim\u00e4r kulinarisch) in Kargheit unterwegs war, und hier auf ein wahres Schokoladen-Paradies treffe. Weiter ist da aber auch ein derart liebevoll ausgestatteter Laden, der einfach sehr zum Verweilen (und zur Degustation) einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>Am liebsten w\u00fcrde ich nun m\u00e4chtig einkaufen, aber da morgen nochmals ein Wandertag ansteht, und Temperaturen weit \u00fcber 30 Grad angesagt sind, w\u00e4re das kein gelungenes Unterfangen. So verkoste ich die verschiedenen Produkte und begn\u00fcge mich mit einer Packung mit farblich prall verzierten Lebkuchen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-351 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_09-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_09-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_09-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_09-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_09-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et11_09.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Bei der Frau an der Theke erfahre ich noch, dass Chocolatier Klaus urspr\u00fcnglich auch eine Fabrik in Le Locle gehabt habe. Dieser Standort existiere aber nicht mehr. Die Produkte w\u00fcrden prim\u00e4r in der Franche-Compte vertreiben, und \u00fcber den Webshop <strong><a href=\"https:\/\/www.klaus.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klaus.com.<\/a><\/strong><\/p>\n<p>All jenen, welche diese Zeilen &#171;nur&#187; lesen, um gedanklich mitzuwandern, sei gesagt, es gibt t\u00e4glich mehrere Z\u00fcge von Le Locle nach Morteau (und z\u00fcrick), der Fabrikladen liegt etwa 500 Meter vom Bahnhof entfernt. Die Produkte sind von vorz\u00fcglicher Qualit\u00e4t, kurz und gut, eine Reise nach Morteau lohnt sich alleine wegen Chocolatier Klaus ganz bestimmt. Ganz pers\u00f6nlich beschliesse ich, doch da will ich nochmals hin, ganz ohne Wanderschuhe, und das heisst ja doch etwas.<\/p>\n<h2>Tag 12: Mit nassen F\u00fcssen bis nach Pontarlier<\/h2>\n<p>Morgens um sechs Uhr starte ich. Dank dem fr\u00fchen Aufbruch erlebe ich ein faszinierendes Spiel von Nebelschwaben, die \u00fcber dem Doubs leicht und anmutig in die H\u00f6he schweifen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-369 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_01-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_01-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_01-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_01-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_01-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_01.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Es ist dies die bislang sch\u00f6nste Morgenstimmung auf meiner Reise. Getr\u00fcbt wird diese wunderbare Stimmung einzig kurz darauf dadurch, dass mein Weg mitten durch eine ungem\u00e4hte Wiese f\u00fchrt. Ich h\u00e4tte den Umweg nehmen sollen, denn nach Durchqueren des kleinen Wegst\u00fcckes (vielleicht 100 Mehter) sind nicht nur meine Hosen klatschnass, sondern auch meine Wanderschuhe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-367 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_03-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_03-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_03-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_03-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_03-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_03.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>So laufe ich danach wenig einladend mit nassem F\u00fcssen. Und dabei habe ich gestern extra noch meine Socken gewaschen und gef\u00fchlt \u00fcber eine Stunde mit dem Haartrockner frisch hergerichtet. Alles unwiderruflich zerst\u00f6rt in ca. 2 Minuten.<\/p>\n<p>Etwas rationaler an die Sache gegangen, h\u00e4tte das Feld nicht gequert, aber in dieser einzigartigen Morgenstimmung kam ich gar nicht erst auf die Idee, dass Nebelschaden oben auch N\u00e4sse unten bedeuten k\u00f6nnten. Wandern heisst lernen, manchmal auf die nasse Tour.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-365 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_05-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_05-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_05-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_05-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_05-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_05.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die typischen Jurah\u00e4user sind allesamt gross und stattlich, die H\u00fcgelz\u00fcge ebenso. Erstmals auf meiner Tour geht es auf \u00fcber 1000 Meter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-364 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_06-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_06-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_06-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_06-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_06-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_06.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Der Anstieg selber stellt keine Probleme dar, nur sind die Wege zum Teil doch sehr schlammig und nur mit viel Balance passierbar. Nun, die F\u00fcsse sind ohnehin nass, da spielt etwas Schlamm an den Sohlen keine so grosse Rolle mehr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-363 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_07-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_07-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_07-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_07-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_07-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_07.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wandere ich auf Asphalt. Viel Verkehr hat es nicht. An diesem Pfingstsamstag sind viele Rennradler\/innen unterwegs. Ein Tausch w\u00e4re schon verlockend, nur wer g\u00e4be mir sein Edel-Bike gegen meine Wandermontour her? Unterfangen aussichtslos!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-362 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_08-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_08-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_08-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_08-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_08-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_08.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter biege ich nach links ab, es geht \u00fcber einige Anh\u00f6hen durch sensationell sch\u00f6ne Waldst\u00fccke. Zuvor kann ich endlich noch neue Socken montieren. Die Schuhe waren in der Zwischenzeit soweit getrocknet, dass neue Socken dem restlichen Nass der Schuhe gewachsen sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-361 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_09-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_09-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_09-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_09-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_09-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_09.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Der Rest bis nach Pontarlier war von daher schuhtechnisch etwas angenehmer. Allerdings habe ich durch das Nass in den Sohlen zum Abschluss zwei m\u00e4chtige Blasen eingefangen. Um halb zwei Uhr bin ich beim Bahnhof Pontarlier. M\u00fcde und zufrieden stelle ich fest, in 5 Tagen habe ich gute 170 Kilometer erlaufen. Ich darf zufrieden sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-360 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_10-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_10-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_10-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_10-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_10-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/et12_10.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt mit dem Zug nach Z\u00fcrich will trotzdem verdient werden. Die Z\u00fcge in die Schweiz fahren sehr sehr sparsam. Es gibt um 15:00 Uhr eine Vrbindung nach Neuchatel, um 17 Uhr m\u00fcsste ich in weiter Kehre \u00fcber Frankreich und Basel zur\u00fcck und danach g\u00e4be es noch eine Verbindung um 21 Uhr \u00fcber Bern.<\/p>\n<p>Dies ist einigermassen bemerkenswert, denn Pontarlier war in den 80er-Jahren eine TGV-Strecke von Bern nach Paris. Heute wirkt der Bahnhof ausgestorben. Kein Wunder, der TGV f\u00e4hrt schon lange nicht mehr hier durch. Geblieben ist ein Parking TGV, dass 120 Fahrzeugen Platz b\u00f6te. Im Zug nach Neuchatel um drei Uhr befinden sich vielleicht etwa 20 Personen. Wohl wahr, da ergeben mehr Verbindungen keinen Sinn.<\/p>\n<p>Ich bin gespannt, wie ich dies mit dem Weiterwandern anstelle. Die erste Verbindung von Z\u00fcrich gelingt auf 11:01 nach Pontarlier. Dabei f\u00fchrte die Reise aber \u00fcber Basel, Mulhouse und Dijon (!!!) und dann zur\u00fcck \u00fcber Fresne. Der erste &#171;direkte&#187; Zug erreicht Pontarlier erst nach ein Uhr am Nachmittag.<\/p>\n<p>Troztdem bin ich zuversichtlich, auch dieses kleine &#171;Problem&#187; irgendwie zu meistern. Nach nunmehr 400 Kilometern zu Fuss habe ich gelernt, es verl\u00e4uft l\u00e4ngst nicht alles nach Plan, aber letztlich geht es stetig voran. In diesem Sinne freue ich mich auf eine baldige Weiterreise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wanderung vom Elsass in den tiefen Jura ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, aber auch streng. Am zweiten Tag denke ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"default","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1,167,163,161,40,159,165,169],"tags":[],"class_list":["post-325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-chocolatier-klaus","category-doubs","category-elsass","category-frankreich","category-jura","category-morteau","category-pontarlier"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=325"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":411,"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325\/revisions\/411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}