{"id":129,"date":"2026-04-19T19:56:16","date_gmt":"2026-04-19T17:56:16","guid":{"rendered":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/?p=129"},"modified":"2026-04-22T18:11:29","modified_gmt":"2026-04-22T16:11:29","slug":"erste-100-kilometer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/erste-100-kilometer\/","title":{"rendered":"Erste 100 Kilometer"},"content":{"rendered":"<p><em>Nach drei Tagen und gut 100 Kilometer darf ich von den ersten Eindr\u00fccken berichten. Um es kurz zu machen, es war fantastisch, aber auch sehr streng. Meine F\u00fcsse taten sich schwer. Daf\u00fcr entsch\u00e4digten eine sensationell sch\u00f6ne Landschaft und viele Geschichten, die ich entlang der Strecke erleben durfte.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-156 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abendstimmung-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abendstimmung-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abendstimmung-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abendstimmung-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abendstimmung-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abendstimmung.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<h2>Tag 1: Tolle Gespr\u00e4che, verpasste F\u00e4hre<\/h2>\n<p>Um m\u00f6glichst fr\u00fch in Bregenz zu sein, muss ich zweimal ab Z\u00fcrich umsteigen. In St. Margrethen entsteigen um viertel nach sieben Uhr viele Pendler\/innen aus \u00d6sterreich den Zug, um in der Schweiz zu arbeiten. Der Zug zur\u00fcck ist dagegen sp\u00e4rlich belegt, kaum jemand aus der Schweiz scheint in \u00d6sterreich zu arbeiten.<\/p>\n<p>Kurz nach acht bin ich am Seeufer von Bregenz. Hier also beginnt meine Tour. Ich mag diese Anf\u00e4nge irgendwie nicht so wirklich. Nat\u00fcrlich freue ich mich sehr auf die Tour. Auf der anderen Seite weiss ich, ohne Fleiss kein Preis. Und 1291 Kilometer sind ja nicht einfach nichts. Bei der ersten Aufnahme am See k\u00e4mpfe ich mit der Technik. Leider sollte dies die ganzen n\u00e4chsten drei Tage plus\/minus so weitergehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-138 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_hafen3-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_hafen3-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_hafen3-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_hafen3-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_hafen3-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_hafen3.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Auf dieser Reise m\u00f6chte ich entlang der Strecke auch einige Menschen treffen, um etwas \u00fcber das Leben an den Grenzen zu erfahren. Das erste Treffen f\u00fchrt mich zum Schuhgesch\u00e4ft <strong><a href=\"https:\/\/www.schuh-hand-werk.at\/\">schuh-hand-werk.at,<\/a><\/strong> einem sch\u00f6n eingerichteten Laden, der auf Schuhe mit m\u00f6glichst nachhaltiger Produktion spezialisiert ist.<\/p>\n<p>Dort erfahre ich von Michael, dass nur noch etwa 1 Prozent der Schuhe in \u00d6sterreich produziert werden, ein kleiner Teil stammt aus Portugal und der Rest aus Fernost. Nat\u00fcrlich erfahre ich bei Michael noch viel mehr, doch daf\u00fcr gibt es sp\u00e4ter den Dok-Film. Das Werk entsteht aber erst nach der Tour, bitte von daher um Geduld&#8230; Michael sei herzlichst gedankt f\u00fcr das Gastrecht bei Schuh-Hand-Werk.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-153 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/michael-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/michael-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/michael-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/michael-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/michael-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/michael.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nach einer weiteren Stunde bin ich im Landesarchiv Vorarlberg. Ich sichte dort die Akten zur Volksabstimmung von 1919, als etwa 81 Prozent der Vorarlberger\/innen sich der Schweiz anschliessen wollten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-137 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_landesarchiv1-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_landesarchiv1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_landesarchiv1-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_landesarchiv1-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_landesarchiv1-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bregenz_landesarchiv1.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich durchk\u00e4mme umfangreiche Aktenberge, die mir Markus Schmidgall als Historiker herausgesucht hat. Aus meiner kurzen Sicht kann ich festhalten, das Thema war damals doch sehr zentral, sowohl aus der Schweiz wie \u00d6sterreich finden sich viele Artikel zur Abstimmung. Aber, die vielen Artikel &#171;erschlagen&#187; mich auch. Ich h\u00e4tte mindestens einen Tag alleine f\u00fcr das Vorarlberger Landesarchiv einkalkulieren m\u00fcssen, habe ich aber dummerweise nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-154 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/markusschmidgall-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/markusschmidgall-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/markusschmidgall-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/markusschmidgall-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/markusschmidgall-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/markusschmidgall.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck konnte ich mit Markus Schmidgall ein Gespr\u00e4ch f\u00fchren. Und wenn ich hier anf\u00fchre, dass es erst im Film dazu mehr Informationen gibt, dann soll dies nicht missverstanden werden. Dies ist kein &#171;Werbeblog&#187; f\u00fcr den Film. Es ist einfach so, dass ich f\u00fcr eine gute Zusammenfassung zu viel Zeit br\u00e4uchte, die ich hier nicht habe. Ich freue mich aber, das Thema &#171;Abstimmungsfrage&#187; im Film dank den Unterlagen und dem Interview gut ger\u00fcstet anpacken zu k\u00f6nnen. An dieser Stelle einfach ein herzliches Danke an Markus Schmidgall f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Festhalten m\u00f6chte ich hier aus wandertechnischer Sicht einzig noch, dass die 1291 Kilometer nicht machbar w\u00e4ren, w\u00fcrde Vorarlberg zur Schweiz geh\u00f6ren. Die beiden Besuche in Bregenz lassen mein Wanderleben ganz gem\u00fctlich erscheinen. Und so war es auch, noch nie habe ich auf einer Tour in den ersten drei Stunden vielleicht zwei Kilometer zur\u00fcckgelegt \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Um halb zw\u00f6lf Uhr geht es endlich los. Ich laufe der Seepromenade entlang Richtung Lindau. Nach gut einer Stunde gelange ich zur Landesgrenze zwischen \u00d6sterreich und Deutschland. Einzig ein Schild weist darauf hin, dass es in den Freistaat Bayern geht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-135 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grenze_deutschland-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grenze_deutschland-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grenze_deutschland-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grenze_deutschland-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grenze_deutschland-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/grenze_deutschland.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich lerne daraus, die Grenze zwischen \u00d6sterreich und Deutschland, diese gibt es faktisch nicht mehr. Kein Zollh\u00e4uschen, w\u00e4re da nicht eine simple Tafel, niemand w\u00fcrde den Grenz\u00fcbertritt bemerken. Gut, die Schilder f\u00fcr die Begrenzung der Geschwindigkeitsh\u00f6chstgrenzen er\u00fcbrigen sich auf einem Wander- bzw. Radweg wohl, aber ich bin doch erstaunt, dass da faktisch einfach nichts ist.<\/p>\n<p>Entlang des Sees treffe ich auf viele noble Wohnquartiere, dazwischen hat es auch reichlich Natur. Der Blick auf den See bleibt aber oft versperrt. Erst in Lindau gibt es einen tollen Rundblick auf den See und die Vorarlberger Alpen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-132 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/lindau_see-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/lindau_see-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/lindau_see-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/lindau_see-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/lindau_see-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/lindau_see.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich muss mich sputen, um halb drei habe ich den dritten Termin heute, diesmal beim Kirchemusiker Burkhard Pfomm.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-155 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/burkhardpflomm-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/burkhardpflomm-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/burkhardpflomm-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/burkhardpflomm-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/burkhardpflomm-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/burkhardpflomm.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Mit ihm unterhalte ich mich \u00fcber die historische Begebenheit, dass Lindau quasi als Insel fr\u00fch reformiert wurde. Sp\u00e4ter erfolgte der &#171;\u00dcbertritt&#187; zum lutherischen Glauben, doch meinte Markus Pflomm, ein Teil sei immer noch von Zwingli geblieben.<\/p>\n<p>Nebenan gibt es auch eine katholische Kirche. Das sei nicht immer einfach gewesen, aber letztlich habe es auch dazu gef\u00fchrt, dass Lindau heute \u00fcbe zwei pr\u00e4chtige Kirchenbauten verf\u00fcge.\u00a0Die beiden Gottesh\u00e4user h\u00e4tten sich n\u00e4mlich im Ausbau jeweils etwas &#171;angestachelt&#187;.<\/p>\n<p>Neben den historischen Informationen geniesse ich ein wunderbares Orgelspiel, dass er quasi einzig f\u00fcr <strong><a href=\"https:\/\/ch1291.ch\">ch1291.ch<\/a><\/strong> spielt. Herr Pflomm, mit viel Musik in den Ohren m\u00f6chte ich Danke sagen.<\/p>\n<p>Der Rest des Tages war jetzt etwas weniger lustig. Erst nach vier Uhr mache ich mich auf den Weg von Lindau nach Friedrichshafen. Es sind noch ca. 20 Kilometer.<\/p>\n<p>So marschiere ich zwar mit weit \u00fcber f\u00fcnf Kilometern die Stunde Richtung Friedrichshafen. Einige kleine Zwischenstopps f\u00fcr das Filmen liess ich mir nicht nehmen, und doch kam es so, dass ich erst nach neun Uhr abends in Friedrichshafen ankam.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-157 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abend-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abend-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abend-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abend-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abend-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/abend.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die letzte F\u00e4hre von Friedrichshafen nach Romanshorn war an diesem Tag abgefahren. Der einzige Zug zur\u00fcck in die Schweiz h\u00e4tte \u00fcber Stuttgart gef\u00fchrt. Der Bahnhof Friedrichshafen war umbaubedingt geschlossen, der Busersatz fahre ab Friedrichshafen Mitte (wo immer auch das liegen mag). An sich wollte ich noch einen Busfahrer fragen, doch dieser machte keine Anstalten, mir die T\u00fcre zu \u00f6ffnen, damit ich h\u00e4tte fragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Friedrichshafen Mitte habe ich nicht gefunden, in zehn Minuten bis zur Abfahrt w\u00e4re das auch ein aussichtsloses Ansinnen gewesen, mit meinen m\u00fcden F\u00fcssen sowieso. Immerhin fand ich den Schwanen, dort fand ich ein Zimmer und konnte noch (obwohl die K\u00fcche bereits geschlossen war) k\u00f6stliche K\u00e4sesp\u00e4tzle geniessen.<\/p>\n<h2>2. Tag: Mit Pflastern nach \u00dcberlingen<\/h2>\n<p>Ich schlafe lange an diesem Morgen. Der gestrige Tag war umwerfend sch\u00f6n wie wahnsinnig streng am Ende. Die Zehe am rechten Fuss schmerzt. Meine erste Tat nach dem Essen am Morgen ist der Gang zur Apotheke. Ich nehme die grosse Packung Blasenpflaster, bin dann aber doch zu stolz, die Pflaster gleich im Ort anzubringen.<\/p>\n<p>Folglich watschle ich erst, bis die Blase platzt. Ich taumle fast schon bis zur n\u00e4chsten Sitzbank, um das zu machen, was ich in Friedrichshafen h\u00e4tte tun sollen, n\u00e4mlich ein Blasenpflaster anbringen. Eine Dame, die auf den Bus wartet, fragt mich, ob ich mit diesen F\u00fcssen denn noch weit wandern wolle.<\/p>\n<p>Ich murmle etwas vor mich hin, von meinem Projekt <strong><a href=\"https:\/\/ch1291.ch\">ch1291.ch<\/a><\/strong> zu sprechen, das wage ich gar nicht erst.\u00a0Ich bringe gleich zwei Pflaster an, und ja, danach geht es deutlich besser. F\u00fcr das n\u00e4chste Mal nehme ich mir vor, die Sitzecke in der Stadt zu nehmen. Irgendjemand schaut ohnehin immer zu&#8230; Aber, und das sei hier auch gesagt, ein Foto mag ich von meinen F\u00fcssen nicht machen. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde dieses das KI-Bild im Trailer um Welten schlagen, aber sorry, das ist mir zu intim.<\/p>\n<p>Unterwegs gibt es immer wieder Traumstr\u00e4nde. Fairerweise muss hier angef\u00fcgt werden, dass die meisten davon im Privatbesitz sind. Und so t\u00e4uscht auch das untenstehende Foto etwas. Denn zwischen mir und dem Traumstand, da gab es noch einen Drahtzaun&#8230; Manchmal ist die Realit\u00e4t doch nicht ganz so idyllisch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-141 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/friedrichshafen-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/friedrichshafen-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/friedrichshafen-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/friedrichshafen-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/friedrichshafen-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/friedrichshafen.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter wandere ich durch einen grossen Campingplatz. Fast alle Wohnwagen sind aber noch nicht belegt, die Saison scheint noch nicht angelaufen zu sein. Gerne h\u00e4tte ich mit einem\/r Camper\/in gesprochen, aber leider ist niemand da.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-139 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zeltplatz-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zeltplatz-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zeltplatz-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zeltplatz-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zeltplatz-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/zeltplatz.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ich suche nach einem offen zug\u00e4nglichen Strand. Endlich, ziemlich genau auf der Mitte zwischen Friedrichshafen und Meersburg findet sich der erste tolle offen Strand.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-143 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bodensee-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bodensee-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bodensee-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bodensee-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bodensee-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bodensee.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Die Weite an dieser Stelle ist erhaben. Das Wasser ist glasklar und der Blick in die Alpen erhaben. Weniger erhaben sind danach die Passagen durch \u00fcppige Grossgitteranlagen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-159 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gitter-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gitter-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gitter-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gitter-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gitter-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gitter.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Erst dachte ich ja, dass sei daf\u00fcr, dass die Velofahrer\/innen nicht passieren k\u00f6nnten. Danach lese ich, dass die Radfahrer\/innen passieren d\u00fcrften, aber schieben m\u00fcssten. Ob es letztlich darum zu diesem &#171;Affenk\u00e4fig&#187; kam, dass die Radler\/innen nur schiebend passieren k\u00f6nnen, weiss ich nicht.<\/p>\n<p>Wandern bedeutet, etwas zu entdecken. Und so nehme ich diese Anlagen staunend zur Kenntnis. Nicht alles was kommt, muss ich verstehen, denn sonst bliebe ich stehen, und daf\u00fcr reicht die Zeit nicht.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag erreiche ich Meersburg. Die Altstadt ist bezaubernd sch\u00f6n, ich verliere mich f\u00fcr eine gute Stunde, ehe ich erschreckt feststelle, dass ich auch heute wieder sp\u00e4t dran bin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-140 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meersburg-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meersburg-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meersburg-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meersburg-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meersburg-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/meersburg.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nichts wie weiter, sage ich mir, und vergesse ganz, dass ich ja weder etwas gegessen noch etwas getrunken habe. Nun ist ein knurrender Magen weniger dramatisch als ein Mangel an Tranksame. Ich w\u00fcnsche mir das n\u00e4chste Restaurant herbei, doch kommt dieses leider nicht. Dann erblicke farbige Fensterl\u00e4den.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-142 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fenster-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fenster-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fenster-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fenster-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fenster-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/fenster.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Leider war es kein Reklameschild f\u00fcr eine Gastst\u00e4tte. Ich wandere durstig weiter, bis ich beim n\u00e4chsten Campingplatz ein kleines Restaurant finde, wo mir geholfen werden kann. Ich schwanke zwischen alkoholfreiem Bier und Wasser. Am Ende nehme ich beides, wobei mir der Kellner spontan das Wasser spendiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-158 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marco-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marco-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marco-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marco-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marco-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/marco.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem gleichen Campingplatz entdecke ich einen Camper mit LU-Kennzeichen. Ich komme mit Marco ins Gespr\u00e4ch, der \u00f6fters auf Campingpl\u00e4tzen im nahen Ausland unterwegs ist. Er sch\u00e4tzt die Bodenseeregion sehr, weil es viele tolle Ausflugsm\u00f6glichkeiten gibt.<\/p>\n<p>Eine kurzes Gespr\u00e4ch f\u00fcr <strong><a href=\"https:\/\/ch1291.ch\">ch1291.ch<\/a><\/strong> konnte ich aufzeichnen. Ton und Bild habe ich aufgenommen, aber leider nicht beides gleichzeitig. Ich denke aber, irgendwie l\u00e4sst sich dies f\u00fcr den Film schon bewerkstelligen. Marco geb\u00fchrt den besten Dank f\u00fcr die Teilnahme. Und nebenbei erw\u00e4hnt, das tolle Bild mit der Abendstimmung stammt auch von Marco. Danke!<\/p>\n<p>Nach \u00dcberlingen sind es danach noch ca. 10 Kilometer. Ich spute mich reichlich, denn ich m\u00f6chte nicht nochmals erst um neun Uhr ankommen und feststellen, der letzte Zug f\u00e4hrt \u00fcber Stuttgart und der Bahnhof ist gerade im Umbau. So laufe ich mit schnellen, aber auch schweren Schritten Richtung Tagesziel. Abends kurz nach sieben Uhr bin ich beim Bahnhof \u00dcberlingen-Therme und steige m\u00fcde in den Zug.<\/p>\n<h2>Tag 3: Schmerzende F\u00fcsse nach Bodensee<\/h2>\n<p>Noch halb im Schlaf versunken steige ich um halb sieben in die Forchbahn. In Z\u00fcrich der erste Schreck, es ist nicht m\u00f6glich, ein Billet von Schaffhausen nach \u00dcberlingen-Therme zu kaufen. Also zwei Tickets, eines Schaffhausen-Radolfszell und eines f\u00fcr den Rest.<\/p>\n<p>Im Zug sehe ich, auf dem Ticket ab Schaffhausen steht, Fernz\u00fcge seinen nicht gestattet, obwohl ich am Automaten just auf diese Fahrt geklickt habe. Ich frage die Kondukteurin. Sie weiss auch nicht, was jetzt gilt. Ein \u00e4lterer Herr meint, das gehe schon, er m\u00fcsse auch nach \u00dcberlingen-Therme. Ich setze mich zu ihm. Wir kommen miteinander ins Gespr\u00e4ch. J\u00fcrg macht seinen j\u00e4hrlichen Skipper-Kurs, weil er findet, ein Boot auf dem Bodensee bringe eine gewisse Verantwortung mit sich. Wir sind bald in Singen, aber um drei Minuten versp\u00e4tet. Ob mein Billet g\u00fcltig war, kann ich\u00a0 nicht abschliessend beurteilen, denn es kam niemand bei der DB.<\/p>\n<p>Drei Minuten Versp\u00e4tung reichen, in Singen den Anschluss zu verpassen. Wir sehen den Zug gerade noch abfahren. H\u00e4tte er 30 Sekunden gewartet, es h\u00e4tte gereicht. Da in Radolfszell nur alle Stunde ein Zug nach \u00dcberlingen f\u00e4hrt, verlieren wir eine Stunde. Der Schaffner meint aber, wir sollten den Zug in 20 Minuten nach Radolfszell nehmen, dann h\u00e4tten wir wenigstens dort Anschluss, stehe zwar nicht im Fahrplan, sei aber so.<\/p>\n<p>Es bleibt Zeit, um mit J\u00fcrg ein Interview f\u00fcr mein Projekt zu machen. Sp\u00e4ter muss ich allerdings feststellen, die Kamera hat nicht aufgenommen. Nicht nur die DB war wohl noch m\u00fcde, sondern auch ich. Also, lieber J\u00fcrg, falls Du diese Zeilen liest, melde Dich. Ich w\u00fcrde das Interview gerne nochmals machen. Manchmal braucht es zwei Anl\u00e4ufe, bei der DB geht das ja auch so.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-145 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schlucht-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schlucht-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schlucht-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schlucht-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schlucht-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/schlucht.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Von \u00dcberlingen geht es rasch etwas in die H\u00f6he, imposant durch eine herausgehauene Sandsteinsenke. Der Weg bis nach Ludwigshafen f\u00fchrt fast immer erh\u00f6ht \u00fcber dem Ufer auf einem angenehmen Wanderweg, mit tollen Blicken zum See. Das erste Mal auf der Tour treffe ich auf zahlreiche Wandernasen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-146 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/panorama-1024x292.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/panorama-1024x292.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/panorama-300x86.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/panorama-768x219.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/panorama-1536x438.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/panorama.jpg 1628w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Das Seeende naht. Begleitet von vielen Obstb\u00e4umen nehme ich langsam Abschied vom Bodensee. Damit ist der erste Zwischenziel meiner Tour erreicht. Zweieinhalb Tage begleitete mich das schw\u00e4bische Meer. Es war bzw. ist eine Liebe mit etwas Distanz, die sch\u00f6nen lauschigen Passagen auf Wanderwegen bilden nicht unbedingt die Mehrzahl, recht oft und lange war ich auf Asphalt unterwegs.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-148 size-full\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ludwigshafen.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1125\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ludwigshafen.jpg 2000w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ludwigshafen-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ludwigshafen-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ludwigshafen-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ludwigshafen-1536x864.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/p>\n<p>Nach dem Bodensee geht es leider weiter auf Asphalt in die gr\u00fcne h\u00fcgelige Landschaft. Unterwegs treffe ich auf grosse Spargelfelder. Entlang des Weges passen drei Herdenhunde auf etwa gleich viele Schafe auf. Die Hunde schauen mich friedlich an. Hoffen wir einfach, dass die Anzahl der Schafe nicht dem friedlichen Tun bzw. Lassen der Hunde geschuldet ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-144 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/spargelfeld-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/spargelfeld-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/spargelfeld-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/spargelfeld-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/spargelfeld-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/spargelfeld.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Immer wieder gibt es riesige Obstplantagen. Diese Bl\u00fctenpracht entsch\u00e4igt sehr f\u00fcr die harten Schritte auf meiner Wanderroute.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-147 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/obstbaeume-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/obstbaeume-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/obstbaeume-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/obstbaeume-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/obstbaeume-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/obstbaeume.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es durch den &#171;fehlenden&#187; See insgesamt vielleicht etwas weniger abwechslungsreich. Es sind auch viele lange Geraden. Auf der anderen Seite ist es rundherum \u00fcppig gr\u00fcn. Als Wanderer bin ich alleine unterwegs. Einzig ein paar E-Bike Fahrer\/innen brausen an mir vorbei. Vom Tempo her kann ich nicht mithalten, vom Krafteinsatz wohl schon.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-149 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/blueten-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/blueten-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/blueten-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/blueten-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/blueten-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/blueten.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Nach dem Dorf mit dem passenden Namen Wahlwies (es gibt ja wirklich fast nur Wiesen) geht es in die H\u00f6he. Erst auf einem steinigen Weg, dann fast ohne Pfadspuren kraxle ich in die H\u00f6he. Endlich bin ich im Wald, der satte Schatten tut gut. Zuvor war es mehr als heiss. Kann ja heiter werden, da bin ich fast am n\u00f6rdlichsten Punkt und im April, und schwitze schon jetzt gef\u00fchlt wie ein Berserker.<\/p>\n<p>Der Weg bis zum Zielort M\u00fchlhausen (Engen) zieht sich hin. Ich ertappe mich danach, wie ich mich nach der Autobahn sehne. Auf dem Navi n\u00e4mlich bilden die zwei Autobahnquerungen markante Punkte. Beim ersten Treffen weiss ich, noch ca. 10 Kilometer, beim zweiten &#171;Meeting&#187; sind es noch ca. 4 Kilometer.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-150 size-large\" src=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/autobahn-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/autobahn-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/autobahn-300x169.jpg 300w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/autobahn-768x432.jpg 768w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/autobahn-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ch1291.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/autobahn.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Beim Anblick von oben f\u00e4llt mir als Schweizer auf, Tempobeschr\u00e4nkungen gibt es hier ganz offensichtlich keine. Ich denke an den Morgen und w\u00fcnschte mir eine DB, die mit gleichem Elan unterwegs ist.<\/p>\n<p>Meine F\u00fcsse &#171;brennen&#187;, die Blase am rechten Zehen schmerzt erneut. Ich bin m\u00fcde und mehr als froh, als ich den kleinen Bahnhof M\u00fchlhausen (Engen) erreiche. Gem\u00e4ss Ticketautomat m\u00fcsste ich nun 50 Minuten auf den n\u00e4chsten Zug warten. Nach f\u00fcnf Minuten kommt aber einer. Ein Mitfahrer kl\u00e4rt mich auf, ich habe den Zug eine Stunde fr\u00fcher erwischt, da dieser eben 10 bis 15 Minuten Versp\u00e4tung hatte. In diesem Sinne bin ich am Abend mit der DB wieder vers\u00f6hnt.<\/p>\n<p><em><strong>Fazit:<\/strong> Die ersten drei Tage waren zwar hart, aber sehr intensiv und sch\u00f6n. Ich k\u00e4mpfte sowohl mit den F\u00fcssen als auch mit der Technik. Ich bin aber guten Mutes, dass die n\u00e4chsten Tage Besserung bringen, denn wie heisst es bekanntlich ja: \u00dcbung macht den Meister.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach drei Tagen und gut 100 Kilometer darf ich von den ersten Eindr\u00fccken berichten. 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